MENÜ Netzwerk

Dieses Menü enthält alle Angaben und Einstellungen, die für den Aufbau eines CANopen- Netzwerkes notwendig sind.

In diesem Menü befinden sich folgende Einträge:

Displayausgabe Erklärung
Knoten Nr.: 3 das Gerät hat die Netzwerkadresse 3
Freigabe: EIN Teilnahme an der Buskommunikation erlaubt
Autooperat.: ja Gerät kommuniziert mit anderen Busteilnehmern ohne Masterund ist aktiv
Status: operat
AUSGANGSVARIABLE:
DIGITAL:
ANALOG:
Sendebedingungen:
EINGANGSVARIABLE:
DIGITAL:
ANALOG:
Timeouts:
DATENLOGGING
NETZWERKKNOTEN:
  • Knoten Nr. - Jedes Gerät im Netzwerk muss eine eigene Adresse (Knotennummer 1- 62) haben!
  • Freigabe - Ohne Netzwerk- Freigabe (AUS / EIN) darf das Gerät weder Nachrichten senden noch empfangen; es würde also nicht an der Kommunikation teilnehmen.
  • Autooperat. - Besteht das Netzwerk nur aus Geräten der UVR1611- Familie (UVR1611, CAN-Monitor, BL-Net…) ist Autooperat. auf ja zu stellen. Gibt es im Netzwerk ein übergeordnetes Gerät (Master oder Netzwerkmanager) muss Autooperat. auf nein gestellt werden.
  • Status - Mit Autooperat. auf ja wechselt der Status nach dem Reglerstart nach einem vorgeschriebenen Verfahren automatisch von init → preop(erational) → operat(ional). Erst dann kann kommuniziert werden. Gibt es einen Bus Master, schaltet er die Knoten auf operational.

Ausgangsvariable

Insgesamt können 16 digitale und 16 analoge Netzwerkausgänge programmiert werden. Dazu stehen alle Eingangs- und Ausgangszustände, Ausgangsvariablen der Funktionen, Netzwerkstatus, Sensorstatus sowie der Status von Meldungen zur Verfügung.

Sendebedingungen: In diesem Menü werden die Bedingungen zum Senden der Ausgangsvariablen festgelegt.

Displayausgabe
DIGITAL AUSG.: 1..16
bei Änderung ja
Blockierzt.: 10 Sek
Intervallzt.: 5 Min
ANALOG AUSG.: 1…4
bei Änderung > 30
Blockierzt.: 10 Sek
Intervallzt.: 5 Min

Die Sendebedingungen werden dabei in 5 Gruppen eingeteilt:

  • digitale Netzwerkausgänge 1-16
  • analoge Netzwerkausgänge 1-4, 5-8, 9-12 und 13-16
Displayausgabe Erklärung
bei Änderung ja/nein: Senden der digitalen Nachricht bei einer Zustandsänderung.
bei Änderung > 30: Bei einer Änderung des zuletzt gesendeten Analogwertes von mehr als 3,0 K wird erneut gesendet (= 30 da Zahlenwerte ohne Komma übertragen werden).
Blockierzeit 10 Sek.: Ändert sich der Wert innerhalb von 10 Sek. seit der letzten Übertragung um mehr als 30 wird der Wert trotzdem erst nach 10 Sek. erneut übertragen.
Intervallzeit 5 Min.: Der Wert wird auf jeden Fall alle 5 Min. übertragen, auch wenn er sich seit der letzten Übertragung nicht um mehr als 30 (3,0K) geändert hat.

Eingangsvariable

Es können in Summe 16 digitale und 16 analoge Netzwerkeingänge programmiert werden. Diese werden durch die Angabe der Sender- Knotennummer sowie der Nummer der Netzwerk- Ausgangsvariablen des Sendeknotens angegeben.

Displayausgabe
EINGANG 1:
NW.Knoten: 1
anal.NW.Ausg.: 1
Quelle: CAN
Wert: 234

Annahme: Am Knoten 1 ist der analoge Netzwerkausgang 1 mit der Außentemperatur belegt. Die Übertragung erfolgt immer ohne Einheit und ohne Bezeichnung. Der Empfangsknoten erhält daher als einzige Information die Zahl 234. Erst über die Verknüpfung mit einer Funktion z.B. Eingangsvariable Außentemp. im Funktionsmodul HEIZKREIS wird der korrekte Wert angezeigt: 23,4°C. Nach dem Start des Reglers stehen alle analogen Netzwerk- Eingangsvariablen auf 0 und alle digitalen auf AUS.

Beispiel: Einlesen des Volumenstromes vom elektronischen Volumenstromgeber VFS2-40DL über die Datenleitung. Sensoradresse = 1.

Displayausgabe Erklärung
EINGANG 2:
NW.Knoten: 1 Sensoradresse
anal.NW.Ausg.: 1 Index des Volumenstroms (siehe Datenblatt des entsprechenden Sensors)
Quelle: DL
Wert: 357

Timeouts

Sind Überwachungsfunktionen, die bei fehlenden Busnachrichten (zB.: in Folge eines Geräteausfalls) zu entsprechenden Reaktionen der Regelstrategie führen können. Die Timeouts sind für 8 Gruppen von Netzwerkeingängen aufgeteilt:

  • digitale Netzwerkeingänge 1-4, 5-8, 9-12 und 13-16
  • analoge Netzwerkeingänge 1-4, 5-8, 9-12 und 13-16
Displayausgabe
DIGITAL EING.: 1…4
Timeout: 60 Min

Solange die Information laufend vom CAN-Bus eingelesen wird, ist der Netzwerkstatus AUS. Liegt die letzte Aktualisierung des Wertes schon länger als die eingestellte Timeoutzeit zurück, geht der Netzwerkstatus von AUS auf EIN. Damit lässt sich mittels Programmierung auf den Ausfall eines Netzwerkknotens bzw. der entsprechenden Information reagieren.

In sämtlichen Funktionsmodulen und Meldungen stehen als Quellen für Eingangsvariable auch Netzwerk und Netzwerkstatus zur Verfügung.

Datenlogging

CAN-Bus

In diesem Menü werden die Parameter für das Datenlogging über eine CAN-Bus Verbindung eingestellt. Das Datenlogging über den CAN-Bus erfordert das Betriebssystem A3.17.
Programmieren in TAPPS

Das CAN-Datenlogging ist ausschließlich mit dem Bootloader BL-NET möglich. Im Gegensatz zur Datenaufzeichnung via DL-Bus, sind die Daten für das Logging über CAN-Bus frei wählbar. Ebenso erfolgt keine ständige Datenausgabe. Auf Anfrage eines BL-NET speichert der Regler die aktuellen Werte in einem Logging-Puffer und sperrt diesen gegen erneutes Überschreiben (bei Anforderungen eines zweiten BL-NET), bis die Daten ausgelesen und der Logging-Puffer wieder freigegeben wurde. Im Menü Netzwerk/Datenlogging werden die Parameter für das Datenlogging über eine CAN-Bus Verbindung definiert.

Displayausgabe
MASTER KNOTEN: 62
Timeout: 60 Sek
Digitale Werte
Analoge Werte
alle Def. Löschen

Master Knoten – Pro Regler kann ein Loggingmaster angegeben werden. Der Loggingbefehl dieses Masters hat absolute Priorität, das heißt der Logging-Puffer wird immer auf Befehl des Masters aktualisiert, außer wenn in diesem Moment die Daten zu einem anderen Logger ausgegeben (gesendet) werden.
Der Regler aktualisiert auf Befehl die Daten in seinem Logging-Puffer und sperrt diesen, bis er von einem weiteren Befehl wieder freigegeben wird.

Timeout – die Dauer der Datensperre ist zeitlich begrenzt. Ist diese Zeitspanne abgelaufen, wird der Puffer vom Regler selbst wieder freigegeben.

digitale Werte – insgesamt können 26 Variablen angegeben werden. Es stehen dabei Eingangs- und Ausgangszustände, Ausgangsvariablen der Funktionen, Netzwerk-Status, Sensorstatus, Status von Meldungen sowie Daten, die über das Netzwerk empfangen werden, zur Verfügung.

analoge Werte – hier können ebenfalls maximal 32 Werte angegeben werden. Die Anzahl der Werte verkleinert sich aber, wenn welche angegeben werden, die mehr Speicher brauchen (z.B.: Leistung beim Wärmemengenzähler). Übersteigt die Größe der zu loggenden analogen Daten den dafür reservierten Speicher, wird das durch die Meldung „Speicherüberlauf“ am Display angezeigt. Auch hier stehen alle verfügbaren Daten der Regelung zum Datenlogging zur Verfügung

alle Def. löschen – wird nur in der Expertenebene eingeblendet. Hier können mit einem Druck auf das Scrollrad alle Einstellungen (Definitionen) im Datenlogging gelöscht werden. ACHTUNG! Das Löschen der Einstellungen erfolgt sofort ohne vorherige Sicherheitsabfrage!

Datenleitung

Beim Datenloggen über den DL-Bus erfolgt ein stetiger Datenfluss vom Regler zum Bootloader BL-NET bzw. Datenkonverter D-LOGGUSB. Es werden die Werte bzw. Zustände aller Eingänge, Schaltausgänge und die Werte von bis zu 2 Wärmemengenzählern als Datensatz ausgegeben. Für nähere Informationen siehe Kapitel Ausgänge/Besonderheit des Ausgangs 14.

Netzwerkknoten

Displayausgabe
aktive KNOTEN:
1 Info?
32 Info?
50 Info?

Hier werden alle Netzwerkknoten im Netzwerk aufgelistet. I/O Module können damit vom Regler aus parametriert werden. Bei CAN-Monitoren wird die Raumtemperatur (und Raumfeuchte bei entsprechender Version) angezeigt.
Die Parametrierung von CAN-Monitoren sowie ein Zugriff auf andere Regler ist nicht möglich

uvr1611/benutzeroberflaeche/netzwerk.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
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