| Eingangsvariable | Ausgangsvariable |
|---|---|
| Freigabe Schaltuhr | Zeitbedingung erfüllt |
| Blockadeeingang | Sollwert (wenn dem Zeitfenster eine Temperatur zugeordnet wird) |
Als frei verwendbare Schaltuhr ist diese Funktion für vielseitig einsetzbar. So ist eine Zeitsteuerung von Schwimmbadfilterpumpen oder Lüftermotoren in Luftheizungen denkbar. Der Funktionsblock ist vom Bedienungsaufbau ident mit allen anderen Zeitschaltfunktionen, wie z.B. in der Heizungsreglerfunktion. Wird die Funktion Schaltuhr einer anderen Funktion (z.B. Ladepumpe) als EINGANGSVARIABLE / FREIGABE vorgeschaltet, erhält die betreffende Funktion zusätzliche Zeitbedingungen. Wie für alle anderen Funktionsblöcke gilt auch hier: Die Schaltuhr kann mehrfach in die Funktionsliste eingetragen werden; d.h. es sind mehrere Schaltuhren verfügbar.
Schaltuhr mit zwei Zeitprogrammen mit je drei Zeitfenstern
| Displayausgabe | Erklärung |
|---|---|
| EINGANGSVARIABLE: | |
| AUSGANGSVARIABLE: | |
| Mo Di Mi Do Fr Sa So | das erste Zeitprogramm ist an allen Werktagen aktiv |
| 06.00 - 07.30 Uhr | Werktags wird um 6.00 Uhr ein- und um 7.30 ausgeschaltet |
| 12.00 - 21.00 Uhr | usw. |
| 00.00 - 00.00 Uhr | Zeitfenster nicht verwendet |
| Mo Di Mi Do Fr Sa So | das zweite Zeitprogramm ist am Wochenende aktiv |
| 05.00 - 07.00 Uhr | es wird um 5.00 Uhr ein- und um 7.00 ausgeschaltet |
| 12.00 - 22.00 Uhr | usw. |
| 00.00 - 00.00 Uhr | Zeitfenster nicht verwendet |
Bei Verwendung des Blockadeeingangs durch eine andere Funktion erscheint nach der Zeitmatrix:
| Displayausgabe | Erklärung |
|---|---|
| Min.Zeit Blockadebed: | |
| 0 Tage 5.0 Min | Die Bedingung muss mindestens fünf Minuten erfüllt sein |
| Blockierz. Schaltuhr | |
| 0 Tage 10.0 Std | Dann wird die Schaltuhr für zehn Stunden blockiert |
Als weiteres Beispiel soll der Legionellenschutz dienen. Dabei wird mit Hilfe der Schaltuhrfunktion täglich abends der Speicher auf 60°C zum Schutz vor Legionellenbildung aufgeheizt. Wurde tagsüber bereits diese Temperatur (z.B. durch die Solaranlage) erreicht, ist das Nachheizen nicht sinnvoll und wird blockiert: Eine Vergleichsfunktion (Thermostat) am Blockadeeingang lässt den ersten Zähler (“Min.Zeit Blockadebed”) laufen, so lange der Boiler wärmer als 60°C ist. Wird die eingestellte Zählerzeit erreicht (5 Minuten), blockiert ein zweiter Zeitzähler die Schaltuhr so lange, bis er abgelaufen ist (10 Stunden). Somit wird der Speicher abends nicht zusätzlich fossil oder elektrisch beheizt, wenn bereits tagsüber die schützende Temperatur aufgetreten ist. Die Schaltuhr wird zwar schon ab Erreichen der ersten Zählerzeit (“Min.Zeit Blockadebed”) blockiert, der zweite Zähler (Blockierz. Schaltuhr) beginnt aber erst zu laufen, wenn der Blockadeeingang auf den Zustand “AUS” zurückfällt.