Funktionsmodul Wärmemengenzähler

Grundschema

EingangsvariableAusgangsvariable
Freigabe Wärmemengenzähleraktuelle Leistung
Vorlauftemperatur = T.vorlZählerstand Kilowattstunden
Rücklauftemperatur = T.rücklZählerstand Megawattstunden
Volumenstrom = VS
Zählerrücksetzung

Einfache Funktionsbeschreibung

Berechnung der Wärmeleistung sowie der Wärmemenge über Temperaturdifferenz und Volumenstrom unter Berücksichtigung des Frostschutzanteiles des Wärmeträgers.

Verwendung als Zähler für elektrische Energie

  1. Die Quellen der Eingangsvariablen Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur werden auf Benutzer / unbenutzt eingestellt.
  2. Die Impulse des elektr. Zählers werden am Eingang 15 oder 16 erfasst ( Einstellung: Typ: Impuls, Messgröße: Durchfluss). Die Einstellung des Quotienten entspricht in diesem Fall nicht Liter/Impuls sondern Wh/Impuls. Dieser Eingang musss als Eingangsvariable „Durchfluss“ definiert werden.
  3. Wenn der Einstellbereich (Wh/Impuls) des Eingangs nicht ausreicht, kann dieser im Funktionnsmenü um einen Faktor (zwischen 1 und 100) erhöt werden. Bei jedem Impuls wird der Wärmemengenzähler um Quotient*Faktor (Wh) erhöt.

Besonderheiten

  • Bei der Berechnung der Differenztemperatur treten durch die Toleranz der Sensoren und des Messteils teilweise unangenehme Fehler auf (bei einer Differenz von 10K: Fehler ~ 30%). Das Gerät besitzt zum Ausgleich dieser Fehler ein patentiertes Kalibrierverfahren, das über das Servicemenü aufgerufen werden kann.
  • Als Vorlauffühler kann auch der Kollektorfühler verwendet werden. Dazu muss er aber unbedingt mittels Tauchhülse am Vorlaufaustritt der Sammelschiene montiert sein. Die gemessene Wärme-menge enthält dann aber auch die Verluste der Solar- Vorlaufleitung!
  • Zählerrücksetzfunktion in den Eingangsvariablen und im Servicemenü.
  • Die nicht sichtbaren Ausgangsvariablen Leistung, MWh und kWh können von anderen Modulen als Eingangsvariable übernommen werden.
  • Mit Benutzer in der Eingangsvariablen “Volumenstrom” kann an Stelle des Gebers auch ein Fix-wert als Durchfluss vorgegeben werden.

Der Zählerstand wird alle 6 Stunden in den internen Speicher geschrieben, geht jedoch beim Laden neuer Funktionsdaten (WE laden, SIKO laden, Datentransfer vom Bootloader) verloren!

Der Kalibriermodus

Während des Kalibriervorganges ist es sehr wichtig, dass beide Sensoren (Vor- und Rücklauf) gleiche Temperaturen messen. Dazu werden beide Sensorspitzen mit einem Stück Klebeband oder Draht zusammengebunden. Weiters sollten beide Sensoren bereits mit den späteren Leitungsverlängerungen ausgestattet sein. Bei der Verwendung des Kollektorfühlers ist etwa die erforderliche Leitungslänge abzuschätzen und einzubinden. Zusätzlich sind zwei Gefäße (> 1 Liter) vorzubereiten, eines davon wird mit Kaltwasser < 20°C und das andere mit Heißwasser > 60°C befüllt.

Gesamte Submenüansicht - SERVICEMENUE:

DisplayausgabeErklärung
ZAEHLER-
RUECKSETZEN: nein Rücksetzen der Wärmemenge
WAERMEMENGE:
123.4 kWhgesamte Wärmemenge in kWh
KALIBRIERUNG
STARTEN: neinStartbefehl für den Kalibriervorgang
Status: UNKALIBRIERT der Wärmemengenzähler ist noch nicht kalibriert
UNTERE: 80.00 °C Nach dem Kalibrieren werden hier die durch den
KALIBRIERTEMPERATUR Kalibriervorgang gemessenen Temperaturen angezeigt
OBERE: 10.00 °C
UNTERE: 0.34 °C Nach dem Kalibrieren werden hier die durch den
DIFFERENZ Kalibriervorgang gemessenen Fühlerdifferenzen angezeigt
OBERE: 0.56 °C
ZAEHLER: 60 Sek Sekundenzähler (erscheint nur beim Kalibrieren)

Der Kalibriervorgang wird über “STARTEN ja” gestartet und die Sensoren in das heiße Wasser getaucht. Sobald an beiden Sensoren (Tvorl und Trückl) stabile Temperaturen gemessen werden, läuft ein Zähler am Ende des Servicemenüs von 60 Sekunden herunter. Nach Ablauf der Zeit sollte ein entsprechender Messwert erscheinen. Liegt dieser über 50°C, neben dem Messwert die erste erfolgreiche Kalibrierung an. Wird dieser Wert nicht erreicht, startet der Zähler immer wieder, bis die erforderliche Temperatur auftritt! Nach der ersten erfolgreichen Kalibrierung werden die Sensoren in das Kaltwasser getaucht. Der Computer wiederholt den Vorgang. Bei einem Messwert < 25°C erscheint der Messwert in Verbindung mit einem und als Status erscheint “KALIBRIERT”. Durch die gleichzeitige Messung zweier unterschiedlicher Temperaturen mit beiden Sensoren kann der Computer die Abweichung der Sensoren zueinander berechnen und in Zukunft als Korrekturfaktor in die Wärmemengenberechnung mit einbeziehen.

Gesamte Menüansicht

DisplayausgabeErklärung
BEZ.: WMZ.1
EINGANGSVARIABLE:
SERVICEMENUE:
Status: KALIBRIERT
FROSTSCHUTZ: 45 % Angabe des Frostschutzanteils in %
T.vorl.: 62.4 °C die Vorlauftemperatur beträgt 62,4 °C
T.rückl.: 53.1 °C die Rücklauftemperatur beträgt 53,1°C
DIFF: 9.3 K die errechnete Differenz aus VL und RL beträgt 9,3 K
DURCHFL: 372 l/h der momentane Durchfluss beträgt 372 l/h
LEISTUNG: 3.82 kWdie momentane Leistung beträgt 3,82 kW:
WAERMEMENGE:
19 834.6 kWh die gesamte Wärmemenge beträgt 19.834,6 kWh
uvr1611/funktionen/waermemengenzaehler.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
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